Blutige Auseinandersetzungen zwischen Schutzsuchenden in Calais: Schüsse nach der Essenausgabe

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Im französischen Flüchtlingslager in Calais haben sich schwere Ausschreitungen ereignet. Der französische Premierminister sprach von schwerster Gewalt. Während der Essensausgabe am Donnerstagnachmittag kam es zu einem Streit. Im Flüchtlingslager lieferten sich etwa einhundert Menschen aus Eritrea eine Schlägerei mit 30 Schutzsuchenden aus Afghanistan. die Polizei rückte an und trennte die Gruppen. Kurz darauf kam es fünf Kilometer entfernt zu weiterer schwerer Gewalt. Videos zeigen mit Steinen und Stangen bewaffnete Migranten die aufeinander los gegangen sind. Kurz darauf fielen Schüsse. Der Präsident der Hilfsorganisation L’Auberge des Migrants sieht die Ursache für den Gewaltausbruch bei der französischen Regierung. Die Gewalt begann nach Angaben der Hilfsorganisation bereits zwei Tage vorher, als Polizisten die Schutzsuchenden aus ihren Zelten vertrieben und ihr ganzes Hab und Gut zerstört haben. Die Schutzsuchenden wurden zuvor an der Weiterreise nach Großbritannien gehindert.

Insgesamt wurden bisher 22 Schutzsuchende verletzt, vier von ihnen, im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, schweben in Lebensgefahr. Mindestens ein afghanischer Schlepper wurde als Schütze identifiziert. Nach ihm wird noch gefahndet.

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