Großrazzia gegen Schwarzarbeit in NRW: Über 1.100 Beamte waren im Einsatz

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstag waren in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) mehr als 1.100 Beamte im Einsatz um gegen organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe vorzugehen. Es handelte sich um die größte Razzia, die es in NRW jemals gegeben hat. Schwer bewaffnete Spezialkräfte stürmten Wohnungen und Geschäfte. Die Eliteeinheit der Bundespolizei, die GSG 9, war ebenfalls unterstützend dabei. Im Vorfeld der Razzia wurden bereits Haftbefehle ausgesprochen. Insgesamt wurden 140 Häuser, Wohnungen und Geschäftsräume in 31 verschiedenen Städten in NRW durchsucht.

Während der Großrazzia wurden acht Personen verhaftet. Die Beamten stellten Waffen wie Äxte und Armbrüste sicher, beschlagnahmten Bargeld in Höhe von 330.000 Euro und mehrere Autos. Die Festgenommenen haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Wuppertal ein verzweigtes Netzwerk aus Scheinfirmen aufgebaut, das für über 450 Bauunternehmen in NRW Scheinrechnungen ausstellt. Diese Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen sollen sich auf 48 Millionen Euro belaufen. Die Bauunternehmen erhalten die ausgestellten Rechnungen zum Schein und erhielten das Geld nach Bezahlung in bar zurück, wobei die Scheinfirma eine Provision von 5 bis 10 Prozent behielt. Die beteiligten Bauunternehmen verwendeten das Schwarzgeld, um illegal beschäftigte Arbeitnehmer zu bezahlen.

Durch die organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe entstehen jedes Jahr Millionenschäden, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts in NRW.

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