Tarifgespräche abgebrochen: Metallindustrie steht vor ganztägigen Warnstreiks

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Die Tarifgespräche in der Metall- und Elektroindustrie wurden ohne ein Ergebnis in der Nacht zu Samstag abgebrochen. Arbeitgeber und IG-Metall konnten sich auf keinen Kompromiss einigen. Die Gewerkschaft hatte von den Arbeitnehmern verlangt, dass die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie die Arbeitszeit für die Dauer von bis zu zwei Jahren auf 28 Stunden die Woche reduzieren können. Außerdem verlangt die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn. Das wurde abgelehnt. Nun droht eine neue Eskalation in Form von ganztägigen Streiks. Der Chef des Arbeitgeberverbandes Südwest sprach von nicht erfüllbaren Bedingungen. Die IG-Metall hingegen sieht den Abbruch der Tarifverhandlungen auf Arbeitgeberseite, weil es keine konstruktiven Angebote gab.

Die Tarifverhandlungen waren am vergangenen Mittwoch schon einmal ergebnislos abgebrochen worden. Anschließend einigte man sich zunächst auf weitere Gespräche. Nach der zweiten ereignislosen Verhandlung kündigte die IG-Metall nun ganztägige Warnstreiks in ganz Deutschland an. Nach einer Abstimmung könnten die Streiks in über 250 deutschen Betrieben nächste Woche von Mittwoch bis Freitag andauern. Abstimmungen über Flächenstreiks befinden sich nach Angaben der Gewerkschaft in der Vorbereitung.

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