Köln: Kurden-Demonstration wurde von der Polizei aufgelöst

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

In Köln demonstrierten am Samstag rund 15.000 Kurden gegen den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien. Mehr als 2.000 Polizisten waren im Einsatz. Zahlreiche Teilnehmer schwenkten Fahnen und hielten Transparente mit Schriftzügen, wie „Stoppt Erdogans Krieg“, „Schäm‘ Dich, Europa“ und „Frieden für Afrin“ hoch. Einige Demonstranten schwenkten auch Fahnen der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Europa als Terrororganisation eingestuft wird. Deshalb wurde die Kundgebung am Nachmittag gegen 15 Uhr aufgelöst. Die Polizei kündigte bereits im Vorfeld an, dass Fahnen und Plakate mit verbotenen Symbolen nicht geduldet werden. Der Demonstrationszug wurde auf der Strecke gestoppt und zwei Teilnehmer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Vor einer Woche waren türkische Soldaten, unter anderem mit Leopard-2-Panzern aus deutscher Produktion, in Syrien einmarschiert, um die YPG-Miliz anzugreifen, die der türkische Machthaber Erdogan als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ansieht (wir berichteten). Die YPG-Miliz ist mit den USA verbündet und kämpfte gegen die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS).

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