Lawinengefahr in Zermatt: 13.000 Touristen sitzen in Schweizer Skiort fest

Symbolfoto: © berggeist007 | pixelio.de

Im Schweizer Skiort Zermatt sitzen, rund um das Matterhorn, mindestens 13.000 Touristen wegen akuter Lawinengefahr fest. Das öffentliche Leben wurde nach starkem Schnellfall lahmgelegt. Zermatt ist zur Zeit abgeschnitten. Die Bushaltestelle in das Tal liegt zwar nur fünf Kilometer entfernt in Täsch. Auf diesen Kilometern ist es zur Zeit jedoch aufgrund des Neuschnees lebensgefährlich. Die Schneemassen drohen aufgrund von höheren Temperaturen unkontrolliert ins Tal hinabzustürzen. Davon könnte sowohl die Bahnlinie als auch die Straße betroffen werden. Bis Mittwochabend sollen nun kontrollierte Lawinenabsprengungen stattfinden, sodass Zermatt wieder zugänglich gemacht werden kann. Der Skiort Zermatt selbst ist nicht von Lawinen bedroht, nur die Zufahrtsstraße. Am Dienstagmorgen fiel in Zermatt kurzzeitig der Strom aus. Die Versorgung lief aber kurz darauf wieder stabil. Skifahren und Wandern war am Dienstag aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Diejenigen, die dringend weg mussten, konnten sich am Dienstagnachmittag ausfliegen lassen. Für Mittwoch ist keine Luftbrücke mehr geplant. Die Air Zermatt, die sonst Rettungseinsätze organisiert, flog am Dienstagnachmittag von 15 bis 17 Uhr die Touristen nach Bedarf nach Täsch für 70 Franken pro Person.

Die Bergwacht hat rund um Zermatt Leitungen verlegt, mit denen elektrisch Lawinen kontrolliert ausgelöst werden können.

Im schweizerischen Visp war die Situation am Dienstag ebenfalls angespannt. Hier mussten mehrere Menschen in Sicherheit gebracht werden, weil größere Mengen Schlamm ihre Häuser bedrohten.

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