Michelbach: Tödlicher Unfall bei DLRG-Hochwasserübung – 28-jährige ertrank

Symbolfoto: © burntimes.com

Eine junge Frau wollte am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr in der Nähe von Michelbach, in Baden-Württemberg, die Rettung von Menschenleben üben und verlor dabei ihr eigenes. Fünf DLRG-Rettungsschwimmer befuhren den Kocher mit einem Hochwasser-Schlauchboot in der Nähe von Schwäbisch Hall. Bei einem Manöver, an einem Wehr in Ziegelhütte, bei Michelbach an der Bilz, kenterte das Boot und die Besatzungsmitglieder gingen über Bord. Vier Übungsteilnehmer konnten sich selbst ans Ufer retten. Eine Rettungsschwimmerin geriet unter Wasser und konnte nicht mehr gerettet werden.

Nach dem Unglück wurde eine großangelegte Suchaktion nach der vermissten 28-Jährigen gestartet, an der DLRG, Feuerwehr und Polizei beteiligt waren. Am späten Donnerstagabend wurde die Leiche der verunglückten Frau, mehrere Kilometer stromabwärts, entdeckt. Die verunglückten DLRG-Mitglieder wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Warum das Bot kenterte war am Freitagabend noch unklar. Die Kriminalpolizei hat routinemäßige Ermittlungen aufgenommen. Alle an der Übung beteiligten DLRG-Mitglieder trugen zum Unglückszeitpunkt Rettungswesten.

Die Übung am Donnerstag war nicht unüblich, denn die Wasserrettungsdienstes müssen in realitätsnahen Gewässern üben, um im Ernstfall vorbereitet zu sein, teilte der DLRG-Landesverband mit.

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