Felssturz in Österreich: 150 Menschen saßen in Vals fest

Symbolfoto: © burntimes.com

Nach einem Felssturz im österreichischen Vals waren mindestens 150 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Am Heiligabend waren um kurz vor 18 Uhr zehntausende Tonnen Gestein, Geröll und Schutt ins Tal abgegangen. Der Gemeindesekretär von Vals sagte, dass es sich anhörte wie ein Erdbeben. Eine Notstraße wurde am Dienstag fertiggestellt, sodass das Dorf wieder zu erreichen ist. Der Notweg ist jedoch vor möglichen Lawinen nicht geschützt. Die Verkehrsanbindung wurde über einen Feldweg und eine Forststraße gebaut. Die Polizei weist darauf hin, dass die Notstraße nur von Anwohnern befahren werden darf. Die Feuerwehr befindet sich an der Zufahrt und überwacht den Verkehr. Die schlechten Witterungsbedingungen verzögerten den Bau der Straße.

Die Lage in Vals bleibt gefährlich, denn in der Felswand haben sich neue Risse gebildet, sodass weiterhin mit dem Abgang von kleineren und größere Gerölllawinen gerechnet werden muss. Aufgrund der Gefährdungslage können die Aufräumarbeiten auf der betroffenen Landstraße 230 zur Zeit noch nicht beginnen. Auch drei gefährdete Häuser im Bereich „Tummelers Sand“ dürfen nicht betreten werden und bleiben evakuiert.

Bewohner, die das Dorf über die Weihnachtstage verlassen wollten, hatten die Möglichkeit mit einem Hubschrauber. Die meisten sind aber in Vals geblieben. Versorgungsengpässe gab es keine, weil die Menschen sich über die Feiertage Vorräte angelegt hatten.

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