Nato ist besorgt: Russische U-Boote bedrohen Datenkabel im Nordatlantik

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Die Nato ist über die Aktivitäten Russlands in unmittelbarer Nähe wichtiger Unterseekabel im Nordatlantik alarmiert. Die Aktivitäten der russischen U-Boote haben Nato-Angaben zufolge Ausmaße erreicht, wie sie es zuletzt zum Ende des Kalten Krieg gegeben hat. Es ist bekannt, dass die neuen großen russischen U-Boote großen Schaden an den Datenkabeln anrichten könnten. Über die Datenkabel im Nordatlantik läuft der gesamte Daten- und Kommunikationsverkehr zwischen Europa und Nordamerika ab. Über die Leitungen werden jeden Tag Geschäfte im Wert von mehreren Billionen Dollar abgewickelt. Es gibt Alternativen zu den Kabeln, wie etwa Satelliten. Diese sind aber teurer und würden nur geringere Datenmengen übermitteln können. Sollte es Russland gelingen die Datenkabel im Nordatlantik zu kappen, hätte das große Auswirkungen für die globale Wirtschaft. Im Falle, dass die Kabel angezapft werden, würden Dritte Einblicke in den internationalen Internet- und Datenverkehr erhalten.

Die Nato ist angesichts dieser U-Boot-Bewegungen alarmiert und investiert in das Aufspüren fremder U-Boote. Die russische U-Boot-Flotte wurde in den letzten Jahren auf 60 Exemplare aufgestockt. Die USA besitzen im Vergleich 66 U-Boote.

Die Nato plant Gegenmaßnahmen und trainiert wieder die Jagd auf U-Boote. Diese Disziplin war nach der Beendigung des Kalten Krieges vernachlässigt worden, sagte der Nato-Generalsekretär Stoltenberg.

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