Villingendorf: Einschulungsfeier wird zur Familientragödie – drei Tote

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Am Donnerstagabend, gegen 21.30 Uhr, ist es in Villingendorf im Landkreis Rottweil im Bereich eines Wohnhauses zu einem Tötungsdelikt gekommen, bei welchem ein sechsjähriger Junge und zwei erwachsene Personen, darunter eine Frau, getötet worden sind. Derzeit wird von der Polizei nach einem mutmaßlichen 40-jährigen Täter gefahndet. Die Politei geht davon aus, dass der Vater seinen Sohn und den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen hat. Der Todesschütze hat Polizeiangaben zufolge kaltblütig und unvermittelt auf seine Opfer geschossen. Bei der Tatwaffe handelte es sich um eine Langwaffe, die offenbar aus den Beständen der ehemaligen jugoslawischen Armee stammte. Der sechsjährige Junge wurde erst wenige Stunden vor der Tat eingeschult und im Haus fand die Einschulungsfeier statt.Die Mutter des getöteten Jungen konnte zu einem Nachbarn flüchten und ein weiterer Gast war zum Tatzeitpunkt gerade Getränke holen.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Tuttlingen nach einem 40-jährigen, der Tat dringend verdächtigen Mann.

© Polizei Tuttlingen

Zur Personenbeschreibung: Dunkle, kurze Haare, braune Augen und dünne Lippen. Er ist 1,77 cm groß und wurde zuletzt mit einer schwarzen, längeren Jacke bekleidet gesehen. Unterwegs ist er eventuell mit einem grünen Seat-Ibiza, welcher möglicherweise mit einem Kurzzeit-Kennzeichen mit KN-Zulassung versehen ist.

Zur Beruhigung und zum Schutze der Anwohner ist die Polizei nach wie vor mit einer großen Zahl von Beamten in Villingendorf präsent. Derzeit besteht keine Veranlassung dazu, von einem geregelten Tagesablauf, wie Schulbesuchen, Einkäufen oder dergleichen abzuweichen.

Die Suchmaßnahmen nach Spuren und Beweismitteln wurden am Samstag ab 13 Uhr mit etwa 100 Einsatzkräften weitergeführt. Das Suchgebiet umfasst zwei insgesamt rund vier Quadratkilometer große Waldgebiete westlich von Villingendorf. Die Beamten des Polizeipräsidiums Tuttlingen wurden hierzu vom Polizeipräsidium Einsatz und benachbarter Polizeipräsidien unterstützt. An der Suche waren auch Polizeihundeführer beteiligt. Aus der Luft wurden die Maßnahmen durch einen Polizeihubschrauber und einer Drohne durchgeführt. Von einer besonderen Gefahrenlage wird derzeit nicht ausgegangen.

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