Flugsellschaft Niki meldet Insolvenz an – Flugbetrieb wurde eingestellt

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki hat am Mittwochabend Insolvenz angemeldet. Zuvor hatte die Lufthansa ihr Kaufangebot für die Tochter zurückgezogen. Die EU-Kommission hatte wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert und wollte die Entscheidung erst am 21. Dezember treffen. Bereits am Donnerstag blieben die Maschinen am Boden. Der Betrieb wurde eingestellt. An deutschen Flughäfen in Hamburg, Berlin und Stuttgart wurden bereits zahlreiche Verbindungen gestrichen. Insgesamt verlieren rund 1.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, davon 790 in Österreich und 210 in Deutschland.

Neben den Angestellten sind auch hunderttausende Passagiere von der Insolvenz betroffen. Die Passagiere drohen über Weihnachten an ihren Reisezielen zu stranden. Die Fluggesellschaft teilte mit: „Für Passagiere, die ihren Flug direkt bei Niki gebucht haben, organisieren mehrere Fluggesellschaften derzeit eine Rückholaktion auf Standby-Basis gegen ein geringes Entgelt aus dem Ausland nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Tuifly wird sich zu unserem Bedauern nicht an dieser Lösung beteiligen.“ Der Ferienflieger Condor teilte mit, dass gestrandete Passagiere, die Niki-Tickets erworben haben, kostenlos zurückgeholt werden, sofern Kapazitäten in den Condor-Flugzeugen vorhanden sind.

Der Insolvenzverwalter, der bereits Air Berlin abgewickelt hat, versucht nun Niki mit einem Notverkauf noch zu retten. Der österreichische Unternehmer und ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda sagte, dass er Interesse an der von ihm gegründeten Fluggesellschaft habe – diese jedoch einen Neustart benötigt. Er will die Fluggesellschaft ohne weitere Partner übernehmen. „Ich mache das jetzt alleine, damit es schneller geht“, sagte Lauda.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*