Nahost in Aufruhr: US-Präsident Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch entgegen aller internationalen Warnungen mitgeteilt, dass die USA Jerusalem als offizielle Hauptstadt Israels anerkennen. Der israelische Regierungschef Netanjahu sprach in diesem Zusammenhang von einem „historischen Tag“ an dem US-Präsident Trump eine „mutige und gerechte Entscheidung gefällt hat“. Von anderen Seiten gab es hingegen starke Kritik. Die radikal-islamische Hamas nannte Trump seine Entscheidung „einen offenen Akt der Aggression“ gegenüber dem palästinensischen Volk. Die Hamas riefen Araber und Muslime dazu auf, die USA in der Region „zu untergraben“. Die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO hat Präsident Trump vorgeworfen eine Zwei-Staatenn-Lösung zwischen Israel und Palästina unmöglich zu machen. Die amerikanische Botschaft in Israel wird von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, teilte Trump mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel meldete sich zu Wort und teilte mit, dass die Bundesregierung diese Haltung nicht unterstützt, weil der Status von Jerusalem im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung ausgehandelt werden muss. Das Auswärtige Amt betrachtet die Entscheidung von Trump mit großer Sorge. In Israel drohen möglicherweise blutige Aufstände. Die Reisewarnungen für Israel wurden dahingehend bereits am Mittwoch angepasst. Auch die Türkei sprach von einer „verantwortungslosen Entscheidung“ der USA. Der Nahost-Konflikt könnte durch die Anerkennung der Hauptstadt Jerusalem erneut eskalieren.

Die Arabische Liga organisiert am Samstag eine Dringlichkeitssitzung aufgrund der Entscheidung von Trump.

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