Verschollenes U-Boot: Kapitän meldete Feuer an Bord

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Am Dienstag wurde bekannt, dass der Kapitän des seit knapp zwei Wochen vermissten argentinischen U-Boots „San Juan“ per Funk ein Feuer an Bord gemeldet hatte. Es gab einen Schwelbrand nach einem Kurzschluss an Bord. Der Kontakt zu dem U-Boot war am 15. November im Südatlantik abgerissen. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder, darunter auch Südamerikas erste 35-jährige U-Boot-Offizierin. Das vermisste U-Boot ist 65 Meter lang und sieben Meter breit und konnte bisher nicht lokalisiert werden. Nach Angaben der Marine sind die Bugbatterien ausgefallen. Der Kapitän des U-Boots teilte mit, dass das U-Boot auf Tauchfahrt bleibt.

Rund zweieinhalb Stunden nach der Meldung verzeichneten Unterwassermikrofone der internationalen Atomtest-Überwachungsbehörde von zwei verschiedenen Stationen aus eine schwere Explosion, die sich bisherigen Informationen zufolge auf der Position des U-Boots ereignete. Zu dem Kurzschluss kam es, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt ist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschte im Südatlantik starker Wind mit zeitweise mehr als sechs Meter hohen Wellen. Unklar ist noch, ob durch das Feuer an Bord beispielsweise ein Torpedo explodiert ist.

Eine internationale Suchmission läuft. Der Sprecher der argentinischen Marine sagte, dass zehn argentinische Kriegsschiffe, ein britisches Polarschiff, zwei US-Flugzeuge und ein Forschungsflugzeug der NASA an der Suche des U-Boots beteiligt sind.

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