Umstrittener Unkrautvernichter: Glyphosat-Zulassung wurde um fünf Jahre verlängert

Symbolfoto: © SCHAU.MEDIA | pixelio.de

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Die Zulassung für den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat wurde am Montag um weitere fünf Jahre von der Europäischen Union verlängert. Gegen den Willen der Umweltministerin gab der Landwirtschaftsminister sein Ja nach Brüssel. Die SPD äußerte sich empört über den Alleingang der CDU. Der Unkrautvernichter ist so billig, dass für Landwirte keinerlei Anreiz besteht sich nach einer Alternative umzuschauen. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt immer ihrer Stimme enthalten und am Montag doch mit Ja gestimmt. Die Verlängerung um weitere fünf Jahre ist problematisch, weil keinerlei Beschränkungen geregelt wurden.

In Frankreich wird Glyphosat nicht nur bei der Aussaat, sondern auch nochmal kurz vor der Ernte versprüht. Dadurch gelangt der Unkrautvernichter in hohen Dosen in die Nahrungskette. Das ist in Deutschland längst verboten worden.

In der EU wird seit Jahren über Glyphosat gestritten. Eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Unkrautvernichter als wahrscheinlich krebserregend ein. Untersuchungen von europäischen Behörden bestätigten diesen Verdacht bisher allerdings nicht.

In den USA wird Glyphosat seit den 70er Jahren eingesetzt. Der Hersteller Monsanto erwirtschaftet mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter jährlich 4,8 Milliarden US-Dollar.

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