Weimar: Rechtsextreme überfallen Maikundgebung – 15 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

In Weimar haben am 1. Mai rund 50 gewaltbereite Rechtsextremisten eine Kundgebung des Deutschen-Gewerkschaftsbundes (DGB) überfallen. Mindestens 15 Menschen sind verletzt worden. Die Polizei nahm 29 Randalierer fest. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider wurde von den Angreifern bedrängt. Als er seine Rede hielt, entrissen die Angreifer ihm das Mikrofon und riefen rechtsextreme Parolen. Erst nachdem der Veranstalter den Strom abgestellt hatte, sind die Angreifer abgezogen. Schneider erlitt einen Schock. Schneider selbst twitterte folgendes: „40 junge Nationalisten haben gerade DGB-Kundgebung in Weimar während meiner Rede gestürmt, mich angegriffen und älteren Kollegen verletzt!“ Die Angreifer gingen mit hoher Brutalität vor und rammten unter anderem einem älteren Mann ein Holzplakat in den Bauch. Stefan Wolf, der Oberbürgermeister von Weimar sagte, dass die Stadt nicht gewillt sei derartige Übergriffe hinzunehmen. Er kündigte Strafanzeigen wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruchs an. „Eine friedlich verlaufende Mai-Kundgebung brutal zu stürmen und Verletzungen billigend in Kauf zu nehmen, zeigt, zu welcher gezielten Gewalt die Rechtsradikalen bereit sind“, sagte Schneider.

In Berlin blieb es während der traditionellen Walpurgisnacht-Demonstration relativ ruhig. Es kam zu keinen größeren Zwischenfällen, bestätigte die Berliner Polizei. Ein Beamter wurde leicht verletzt und vier Personen festgenommen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Vermummungsgesetz. Die Polizei geht davon aus, dass viele gewaltbereite Demonstranten nach Hamburg gereist sind. Im Hamburger Schanzenviertel kam es in den letzten Jahren am 1. Mai immer wieder zu schweren Ausschreitungen. An der Elbe sind in diesem Jahr drei voneinander unabhängige Kundgebungen angekündigt worden. Hier werden mindestens 4.000 Teilnehmer erwartet.

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