Internationale Suche nach U-Boot: 44-köpfige Besatzung aus Argentinien wird vermisst

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Ein in Deutschland gebautes U-Boot der argentinischen Marine wird seit Mittwoch vermisst. Seit Mittwochvormittag konnte kein Kontakt zur „ARA San Juan“ hergestellt werden. Das U-Boot ist 65 Meter lang und sieben Meter breit. An Bord befinden sich 44 Menschen. Die Suche im Südatlantik gestaltet sich als schwierig, weil die Wetterverhältnisse schlecht sind und die Wellen in der Region teils bis zu sechs Meter hoch sind. Das U-Boot befand sich auf der Rückfahrt von einem Routineeinsatz zu seinem Stützpunkt in Mar del Plata. Das argentinische U-Boot hatte kein Notrufsignal abgesetzt.

Das U-Boot wurde wurde 1983 in Emden gebaut und vor zwei Jahren wurden zuletzt aufwendige Reparaturen durchgeführt. Beim verbauten Motor handelt es sich um einen Diesel-Elektro-Motor. Es ist noch völlig unklar, was passiert ist und warum der Kontakt abgerissen ist. Die Angehörigen der Besatzungsmitglieder werden zur Zeit psychologisch betreut. An Bord befand sich auch Südamerikas erste 35-jährige U-Boot-Offizierin. Ein Marinesprecher teilte am Samstagnachmittag mit, dass rund die Hälfte des in Frage kommenden Gebietes bereits ergebnislos abgesucht wurde. Der Sprecher der argentinischen Marine sagte, dass zehn argentinische Kriegsschiffe, ein britisches Polarschiff, zwei US-Flugzeuge und ein Forschungsflugzeug der NASA an der Suche des U-Boots beteiligt sind.

Nach Angaben der Marine wäre es möglich, dass es an Bord des U-Boots eine Batterie-Panne gegeben hat. Das betroffene U-Boot könnte daraufhin aufgetaucht sein und von den sechs Meter hohen Wellen davon getrieben worden sein.

Papst Franziskus, der selbst Argentinier ist, teilte mit, dass er für die 44 Seeleute betet und den Familien und Freunden der Vermissten beisteht.

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