Rettung von Schutzsuchenden aus dem Mittelmeer: Deutsches Rettungsschiff geriet in Seenot

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Schutzsuchende unternehmen unter Lebensgefahr immer wieder den Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die deutsche Marine konnte am Samstag 1.200 Menschen aus dem Mittelmeer retten. Das Rettungsschiff der Hilfsorganisation „Jugend rettet e. V.“ geriet unterdessen vor der libyschen Küste in Seenot, weil sich an Bord zu viele Menschen befanden. Die „Iuventa“ sendete am Sonntag ein „Mayday“ an die Seenotrettungsleitstelle MRCC in Rom. Das Schiff ist manövrierunfähig, durch zu viele Menschen an Bord. Das Leben von mehreren hundert Personen stand auf dem Spiel. Für sie war kein Platz mehr unter Deck und das aufziehende schlechte Wetter brachte sie in direkte Gefahr. Zusätzlich befanden sich noch knapp 400 Personen in direkter Umgebung auf Schlauchbooten. Viele von ihnen Frauen, Schwangere und Kinder hatten keine Rettungswesten.

Alle Hilfsorganisationen sind am absoluten Limit. Am Samstag wurden an Bord der „Iuventa“ zeitweise mehrere hundert Menschen gleichzeitig versorgt. Die „Iuventa“ ist seit dem Sommer letzten Jahres im Mittelmeer unterwegs und kreuzt seit Anfang März vor der Küste Libyens.

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