15.000-Volt-Oberleitung kracht auf ICE bei Hamburg: 400 Menschen sitzen fest

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

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Am Sonntagabend hat sich gegen 18.30 Uhr im Hamburger Hauptbahnhof ein Unfall ereignet. Eine 15.000-Volt-Oberleitung war gerissen und auf einen einfahrenden ICE gestürzt, in dem sich 400 Reisende befanden. Die Reisenden durften den Zug aufgrund der akuten Stromschlaggefahr zunächst nicht verlassen. Die Oberleitung musste aus Sicherheitsgründen zunächst abgeschaltet und anschließend geerdet werden. Anschließend konnten einige Reisenden aus den vorderen Zugteilen den ICE verlassen. Der betroffene ICE besteht aus zwei aneinander gekoppelten Zugteilen und kam aus München. Der Einsatz läuft zur Stunde noch. Bisher hat keiner der Reisenden im hinteren Teil den ICE verlassen dürfen. Zwei angekoppelte Lokomotiven sollten den ICE um 22 Uhr aus dem Gefahrenbereich herausschleppen. Bereits nach ein bis zwei Metern blockierten jedoch die Bremsen, sodass die Aktion abgebrochen wurde. Gegen 22.40 Uhr wurde der ICE schließlich auf freier Strecke evakuiert. Ein Großraumrettungswagen wurde bereitgestellt. Zwei Reisende mussten mit Kreislaufproblemen behandelt werden.

Von dem Unfall am Hauptbahnhof sind auch zahlreiche andere Nah- und Fernverkehrszühge betoffen. Es kommt teils zu massiven Verspätungen.