Schwerer Motorrad-Unfall in Halle: Motorradfahrer rast mit über 140 km/h in Polizisten

Symbolfoto: © burntimes

Ein Polizeibeamter ist bei einer Tempokontrolle in Halle (Saale) ums Leben gekommen. Ein viel zu schnell fahrendes Motorrad erfasste den 27-jährigen Polizisten am Donnerstagabend um 18.20 Uhr. Ein zweiter Polizist hatte den Motorradfahrer zuvor mit einem Laser-Messgerät erfasst. Der Unfallfahrer kam bei dem Zusammenstoß ebenfalls ums Leben. Die Polizei hat am Freitag einen wichtigen Zeugen ermittelt. Bei ihm handelt es sich um einen zweiten Motorradfahrer, der kurz nach dem tödlichen Unfall am Donnerstagabend mit hoher Geschwindigkeit vom Unfallort geflüchtet war. Gegen den 26-jährigen Mann aus Halle wurden Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung eingeleitet. Er wurde in der Nacht zu Freitag vernommen. Mehr teilte die Polizei zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit.

Unklar ist noch, ob der Mann mit dem ums Leben gekommenen Motorradfahrer gemeinsam unterwegs war. Die Identität des Toten ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, bestätigte die Polizei. Am Donnerstagabend war der Motorradfahrer mit mindestens 140 Stundenkilometern auf die Polizisten zugerast. Die Beamten führten auf der Europachaussee, einem bekannten Kontrollpunkt in Halle, in einer Tempo-70-Zone Geschwindigkeitskontrollen durch. Dort werden nahezu wöchentlich Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Die Polizisten wollten den Motorradfahrer, der mit mehr als 140 Stundenkilometern auf die Kontrollstelle zuraste anhalten. Dabei kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Motorrad und dem Polizisten. Der Motorradfahrer starb bei dem Unglück. Mithilfe eines Hubschraubers wurden vom Unfallort Aufnahmen gemacht. Polizeiseelsorger und das Kriseninterventionsteam kümmerten sich um die Polizisten und die Angehörigen der Unfallopfer. Nach dem Unfall wurde die viel befahrene Umgehungsstraße in Halle gesperrt.

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