Polizeiliche E-Mail an Asylheime: Schutzsuchende sollen Karneval in Köln meiden

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die nordrhein-westfälische Landespolizei hat eine E-Mail an zahlreiche Asylheime in und rund um Köln versandt. In dem Schreiben wurden Schutzsuchende aufgefordert den Karneval zu meiden. Am Samstag hat sich die Arbeiterwohlfahrt zu Wort gemeldet. Die Einrichtung betreut Schutzsuchende in Nordrhein Westfalen. Die Arbeiterwohlfahrt teilte mit, dass sie den Familien nicht sagen wird, dass sie den Karneval nicht besuchen dürfen. Die E-Mail sei undifferenziert gewesen und diese hätte nie so kommuniziert werden dürfen, urteilte die Einrichtung. Die Polizei begründete den Ausschluss von Schutzsuchenden beim Karneval in Köln damit, dass es zu „unerwünschten Wechselwirkungen“ in der Bevölkerung kommen könnte. Die Innenministerin meldete sich zu Wort und distanzierte sich von dem Schreiben. Eine Sprecherin der Polizeibehörde teilte mit, dass es sich um ein nicht autorisiertes, internes Schreiben handelte. Das Innenministerium teilte mit: „So etwas geht gar nicht.“

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